
Helfen, ohne sich selbst zu gefährden
Fast jeden Tag stirbt eine Frau durch häusliche Gewalt. Besonders erschreckend: Die Zahl steigt. Gewalt kennt kein Alter, keine Religionszugehörigkeit, keine Staatsangehörigkeit. Frauen, Kinder und Männer sind betroffen. Jeder kann schützen, trösten und ermutigen. Auf das WIE kommt es an. Wenn jeder weiß, was im Zweifelsfall zu tun ist, kann die Gesellschaft gemeinsam der häuslichen Gewalt entgegentreten.

Hinschauen
Wenn der Verdacht auf häusliche Gewalt besteht, ist es wichtig, aufmerksam hinzuschauen. Achten Sie auf Anzeichen wie Verletzungen, Verhaltensänderungen oder Angst bei Betroffenen. Nur wer aufmerksam ist, kann helfen.
Ansprechen
Sprechen Sie die betroffene Person behutsam und respektvoll an. Zeigen Sie Verständnis und bieten Sie Unterstützung an, ohne zu drängen. Ein offenes Gespräch kann den ersten Schritt zur Hilfe bedeuten. Suchen Sie dafür ein Umfeld, dass es der betroffenen ermöglicht, sich zu öffnen. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, etwa mit einer Person Ihres Vertrauens im Vorfeld zu sprechen. Handelt es sich um Personen aus dem beruflichen Umfeld, kann das der Betriebsrat sein. Drängen Sie die betroffene Person nicht.


Hilfe holen/ vermitteln
Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe einzuschalten. Kontaktieren Sie Beratungsstellen, Polizei oder Notrufnummern. Nur gemeinsam lässt sich häusliche Gewalt wirksam bekämpfen und Betroffenen Schutz bieten. Im Akutfall wählen Sie den Notruf.
Immer gilt:
Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr
Holen Sie sich Hilfe und Beratung!
Je besser Sie wissen, wie, umso eher können Sie helfen