Über mich
Mein Name ist Stefanie Schmidt und ich bin 1967 geboren. Die Tatsache, dass häusliche Gewalt in unserem Land stetig steigt, erschüttert mich. Die Wahrnehmung, dass sogar bürokratische Schranken daran einen Anteil haben, macht mich fassungslos. Und die Erkenntnis, dass es in unserem Land Menschen, auch Kinder, gibt, für das Zuhause kein sicheres Nest, sondern ein Ort der Angst und Gewalt ist, beschämt mich.
Die Initiative zur Prävention gegen häusliche Gewalt ist privat. Ich habe sie 2023 gegründet und konnte meinen Partner überzeugen, die Anfangsfinanzierung aus unseren privaten Mitteln mitzutragen. Im November 2023 haben wir eine Infobroschüre drucken lassen, die wir an Multiplikatoren verteilt haben. Außerdem haben wir Materialien für Schulen erstellt. Sowohl die Broschüren als auch die Schulmaterialien haben wir digital und auch per Post in Print an diverse Gruppen (Elternvertreter, Beratungsstellen) in ganz Deutschland verteilt. Einige Niederlassungen vom Weißen Ring und dem BISS haben Interesse gezeigt, Elternvertretern und Lehrkräften war das Thema „zu brisant“. Der Landkreis Cuxhaven hat, auch mit unseren Materialien, einen Safe Space eingerichtet, die Broschüren werden regelmäßig aus ganz Deutschland angefordert. Eine Kirchengemeinde hat unsere Wanderausstellung gezeigt.
Weil es bei diesem Projekt nicht um konkrete Hilfe für Betroffene geht, sondern um Aufklärung in der Zivilbevölkerung, setze ich weiterhin auf Aufklärung und Information. Das ist bisher in Deutschland einzigartig.
Ich bin überzeugt davon, dass die Bevölkerung einen großen Anteil daran haben kann, dieses Problem im privaten Umfeld zu lösen. Wenn jeder wüsste, was er tun kann, können viele kleine Handlungen eine große Wirkung erzielen. Stattdessen haben die meisten Menschen Angst, sich selbst zu gefährden oder sich Feinde zu machen.
Deshalb entstand 2025 das dvca.training. dvca steht für domestic violence first aid, Ersthilfe bei häuslicher Gewalt. Das Programm soll Opferhilfe so etablieren, wie es mit der körperlichen Ersthilfe und der Ersthilfe für psychische Gesundheit der Fall ist. Ich arbeite überwiegend allein am Projekt, bin aber als freie Journalistin und Psychologin erwerbstätig. dvca.training ist daher ein reines Engagement in der Freizeit.
Hilfe ist jederzeit willkommen. Es gibt inzwischen eine Spendensammlung und ich suche Menschen, die sich breiterklären, die Trainings anzubieten.
